News
NIP-Q-UPGRADE: Datenbasierte Qualitätsentwicklung in Schweizer Alters- und Pflegeheimen
NIP-Q-UPGRADE (2022–2027) ist das nationale Implementierungsprogramm zur Stärkung der Pflegequalität in Schweizer Alters- und Pflegeheimen. Die Eidgenössische Qualitätskommission (EQK) hat ARTISET mit dem Branchenverband CURAVIVA und senesuisse mit der Umsetzung beauftragt. Das Programm verfolgt drei Ziele: Verbesserung der Datenqualität nationaler medizinischer Qualitätsindikatoren, Unterstützung der Pflegeheime bei datenbasierter Qualitätsentwicklung sowie Einführung neuer Qualitätsindikatoren (Dekubitus, Medikationsreview, Gesundheitliche Vorausplanung). Methodisch stützt sich das Programm auf Implementierungswissenschaft: Literaturübersichten und Kontextanalysen schaffen die Grundlagen für die Entwicklung von Massnahmen, die in Pilotphasen erprobt und durch Prozess- und Wirkungsevaluationen begleitet werden als Vorbereitung für eine nationale Verbreitung. Die Umsetzung erfolgt partizipativ mit Pflegeheimen, Softwareanbietern, Bund und Kantonen, sowie Fachexpert:innen. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Institut für Pflegewissenschaft der Universität Basel in Zusammenarbeit mit La Source (HES-SO) und SUPSI.
Verantwortliche: Franziska Zúñiga (Universität Basel), Nathalie Wellens (La Source), Laurie Corna (SUPSI)
IfIS Masterclass in Implementation Science 2026
Implementation Science (ImpSci) verbessert und beschleunigt die Integration und Verbreitung von Forschungsergebnissen und evidenzbasierten Praktiken in die Gesundheitsversorgung. Sie konzentriert sich auch auf die De-Implementierung von geringwertiger Versorgung.
Ziel der Masterclass ist es, einen Überblick über die Theorien, Modelle, Frameworks, Designs, Methoden und Werkzeuge der ImpSci zu erhalten. Ein weiteres Ziel ist es, Wissen und Methoden der Implementation Science in Forschung und Praxis im Gesundheitswesen zu transferieren.
Die Teilnahme ist in zwei verschiedenen Tracks möglich:
- Einführung (Track 1, online):
- Einführung und praktische Anwendung (Track 2, online und Präsenz)
Datum und Ort:
Track 1: 02. & 23. Oktober 2026 (Zoom)
Track 2: 13. & 14. November 2026 (Zentrum für Weiterbildung UZH)
Kosten:
300 CHF (Track 1), 900 CHF (Track 1 & 2)
Anmeldung:
Anmeldefrist für Track 1 und 2 ist der 22. September 2026 (Track 2 maximal 12 Teilnehmer:innen)
Forum: Gesundheitsindikator Funktionsfähigkeit - Chancen für Praxis, Politik und Forschung
LIFE Forum Rehabilitation zum Thema „Funktionsfähigkeit als zentraler Gesundheitsindikator - Chancen für Praxis, Politik und Forschung“.
- Datum: 17. September 2026
- Zeit: 14:00–17:30 Uhr, mit anschliessendem Netzwerk Apéro
- Ort: Universität Luzern, Hörsaal 5
- Teilnahme: kostenlos
- Information und Anmeldung: 3. LIFE Forum Rehabilitation 2026 - Universität Luzern
Vortrag: Integration der Funktionsfähigkeit als dritter Gesundheitsindikator
LIFE B. Braun Lecture
Marco D’Angelo Vizedirektor und Abteilungsleiter Gesundheit und Soziales (Bundesamt für Statistik) spricht zum Thema: „Informationsflüsse im Schweizer Gesundheitssystem: Das Zusammenspiel von Akteuren und Prozessen. Perspektiven für die Integration der Funktionsfähigkeit als dritter Gesundheitsindikator.“
- Datum: 17. September 2026
- Zeit: 12:15–13:15 Uhr
- Ort: Universität Luzern, Hörsaal 1
- Teilnahme: kostenlos
- Information und Anmeldung: LIFE B.Braun Lecture: Informationsflüsse im Schweizer Gesundheitssystem - Universität Luzern
- Flyer:B.Braun Lecture Marco D'Angelo
Smarter Health Care-Webinar: Das Meikirch-Modell
Milo Puhan im Dialog mit Urs Zanoni und Ursula Zybach
Das Meikirch‑Modell versteht Gesundheit als Fähigkeit, die Anforderungen des Lebens zu bewältigen – im Zusammenspiel individueller, sozialer und ökologischer Faktoren.
Im Webinar diskutieren wir, wie dieser Ansatz neue Impulse für Prävention, integrierte Versorgung und die Weiterentwicklung des Schweizer Gesundheitssystems geben kann.
- Was will das Meikirch‑Modell – und was unterscheidet es von bestehenden Ansätzen?
- Welche Implikationen hat es für Versorgung, Public Health und integrierte Modelle?
- Wie kann das Modell konkret in der Schweiz angewendet werden – von der lokalen Versorgung bis zur nationalen Steuerung?
- Diskutieren Sie mit!
Datum: 7. September 2026, 12.00–13.00 Uhr
Ort: online
Sprache: Deutsch
Organisator: Smarter Health Care in Zusammenarbeit mit der Stiftung zur Förderung von Gesundheit gemäss Meikirch-Modell
Smarter Health Care Dialog: "Smart, vernetzt und integriert"
Programm:
Joint Session SSPH+ & Smarter Health Care
11.30-11.40: Begrüssung und Einführung durch Milo Puhan (Präsident von Smarter Heatlh Care)
11.40-12.30: Hospital at Home Roll-out in Basel-Landschaft – Milo Puhan und Severin Pöchtrager, Leitender Arzt Kantonsspital BL im Dialog mit
• Thomi Jourdan, Regierungsrat Kanton BL
• Jina Hochrein, Pflegefachfrau Hospital at Home Klinik Arlesheim
• Elisa Heising, Ärztin Hospital at Home Zollikerberg
12.30-13.15: Networking Lunch
Smarter Health Care im Dialog
13.15-13.30: Begrüssung und Einführung in den Nachmittag
13.30-14.20: Dialogrunde I
14.20-14.30: Wechsel
14.30-15.20: Dialogrunde II
Auswahl aus 6 Projekten:
1. Kanton BL: Hospital at Home Kanton BL – Versorgungsforschung für nachhaltige Skalierung
2. Region Oberaargau: SOMEKO (sozialmedizinische Koordination) im Gesundheitsnetzwerk Oberaargau
3. Gemeinde Sarnen: Zämä guet läbä. Selbstbestimmt und gesund im Alter in Sarnen und Umgebung
4. Romandie : Maisons de santé : de la co-constuction à l'évaluation
5. Canton de NE : Soins intégrés dans le canton de Neuchâtel : de la preuve à la pratique
6. Ticino: Gesundheitsnetz Ticino – Moncucco und CSS stärken gemeinsam die integrierte Versorgung
15.20-16.00: Abschluss durch Isabelle Peytremann Bridevaux, Unisanté und Vorstandsmitglied von Smarter Health Care
Datum: 24. Juni 2026, anschliessend an das SSPH+ Annual Meeting
Ort: Universität Fribourg, Boulevard de Pérolles 90, 1700 Fribourg (Bushaltestelle “Charmettes”)
Sprache: Deutsch/ Französisch/ Englisch
Kursankündigung: Advancing Health Equity in Learning Health Systems
Wie können Gesundheitssysteme gerechter gestaltet werden – und welche Rolle spielen Learning Health Systems dabei?
Der Kurs Advancing Health Equity in Learning Health Systems wurde gemeinsam von Lernenden, Lehrenden, Forschenden, Fachpersonen sowie PatientInnen entwickelt, um zentrale Konzepte der gesundheitlichen Chancengleichheit zu vermitteln und praxisnah anzuwenden. Aufbauend auf dem Learning Health Systems (LHS)-Ansatz setzen sich die Teilnehmenden mit den zugrunde liegenden Faktoren gesundheitlicher Ungleichheit auseinander und lernen, diese zu erkennen, zu bewerten und zu adressieren.
Im Fokus stehen dabei unter anderem die sozialen, historischen und ökonomischen Ursachen gesundheitlicher Ungleichheiten, Methoden zur Messung und Analyse (z. B. Subgruppenanalysen) sowie praxisorientierte Ansätze aus der Implementierungsforschung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf community-zentrierten und partizipativen Methoden sowie auf der Entwicklung von Strategien zur Wissensvermittlung für Politik und Praxis.
Interaktive Formate, die Einbindung von PatientInnenperspektiven sowie eine praxisorientierte Critical-Design-Challenge ermöglichen es den Teilnehmenden, das Gelernte direkt auf reale Problemstellungen anzuwenden.
Datum: 7.–11. September 2026
Ort: Universität Luzern & online
Leitung: Delphine Courvoisier; Andreas Pfister; Faith Summersett Williams sowie weitere ExpertInnen
Anmeldung: Bis 10. August 2026 via E-Mail an slhs@unilu.ch
Smarter Health Care-Webinar zum nationalen Gesundheitsgesetz
Kann ein Bundesgesetz heilen, was unser Versorgungssystem seit Jahren plagt?
Luca Crivelli moderierte und diskutierte am 25. Juni 2025 mit:
- Stéfanie Monod (Unisanté: Co-Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitssysteme, Autorin der Studie zur Relevanz eines nationalen Gesundheitsgesetzes)
- Laurent Kurth (Kanton Neuenburg: ehemaliger Regierungsrat)
- Henri Bounameaux (Vizepräsident SAMW)
Im Webinar wurden zentrale Herausforderungen im heutigen gesetzlichen Rahmen der Gesundheitsversorgung diskutiert, insbesondere konkrete Versorgungssituationen, in denen dieser an seine Grenzen stösst. Dabei stand im Fokus, welchen Beitrag ein nationales Gesundheitsgesetz leisten könnte, um bestehende Mängel zu beheben. Zudem wurden Chancen und Risiken eines solchen Gesetzes aus Sicht verschiedener Stakeholder beleuchtet. Abschliessend wurde erörtert, wie realistisch eine Umsetzung ist und welche möglichen Alternativen in Betracht gezogen werden könnten.
Schauen Sie sich die Aufnahme des Webinars jetzt auf YouTube an!
Diskussionsteilnehmende: Luca Crivelli (SUPSI: Direktor der Abteilung für Betriebswirtschaft, Gesundheit und Soziales); Stéfanie Monod (Unisanté: Co-Leiterin der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitssysteme, Autorin der Studie zur Relevanz eines nationalen Gesundheitsgesetzes); Laurent Kurth (Kanton Neuenburg: ehemaliger Regierungsrat); Henri Bounameaux (Vizepräsident SAMW)
Health2040 - Aktionsplan für eine zukunftsfähige ambulante Grundversorgung veröffentlicht
Mehr als 50 Stakeholdern des Gesundheits- und Sozialbereichs sowie der Zivilgesellschaft kreierten gemeinsam einen Aktionsplan für eine zukunftsfähige ambulante Grundversorgung in der Schweiz. Im Zentrum steht ein umfassendes, patientenorientiertes Versorgungsmodell mit dem Namen «Gesundheitsnetz für alle – pour tous – per tutti». Für dessen Realisierung wurden drei Handlungsfelder definiert:
Netzversorgung mit einer engen Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialwesen und der Zivilgesellschaft. Koordination und Navigation: Eine effektive Koordination stellt sicher, dass alle Angebote im Gesundheitsnetz aufeinander abgestimmt sind und Patientinnen und Patienten auf Ihrem Weg begleitet werden. Eine gemeinsame Datenplattform unterstützt die effiziente Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung. Zugang: Ein niederschwelliges und flexibles Zugangssystem gewährleistet, dass das Gesundheitsnetz für alle zugänglich ist. Eine mehrsprachige App und lokal verankerte Begegnungsorte bieten den Menschen direkte Unterstützung in ihrem Lebensumfeld.
Für eine detaillierte Beschreibung des Aktionsplans und des Modells siehe health2040.ch.